Hämangiome

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Hämangiom Augenoberlid

Hämangiome sind gutartige Tumore der Blutgefäße. Die Bezeichnung Hämangiom („Blutschwamm“) wird undifferenziert für ganz verschiedene Gefäßanomalien verwendet. In etwa 80% der Fälle bilden sich die Blutschwämmchen ohne Therapie zurück. Typischerweise sind Hämangiome bei der Geburt noch sehr klein, wachen langsam und bilden sich ab dem 1. – 2. Lebensjahr spontan zurück, was unterschiedlich lange (3 – 10 Jahre) dauern kann. Schnellwachsende Hämangiome und Hämangiome in Problemlokalisationen wie Gesichts-, Genitalbereich und auch an Händen und Füssen bedürfen einer Therapie. In diesen Fällen ist die Behandlung mittels Laser- oder Blitzlampen(IPL)-Systemen die Methode der ersten Wahl. Als weitere Möglichkeit steht die Kältetherapie („Kryotherapie”) zur Verfügung. Bei Tendenzen zu Wachstum sind Hämangiome als Notfall anzusehen und dringlich durch spezialisierte Ärzte zu behandeln.

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Ultraschallbefund Hämangiom Augenoberlid

Hämangiome treten einzeln oder zu mehreren auf. Wissenschaftlich ist die Ursache für die Entstehung des Hämangioms noch nicht vollständig aufgeklärt. Mittels Ultraschall wird die Tiefe des Hämangioms ermittelt, mittels Doppler-Technik die Durchblutungsstärke und die Gefäßgröße. Anhand des Befundes wird entschieden, ob zunächst der Verlauf abgewartet oder eine Therapie begonnen wird.

Seit 2008 werden stark wachsende Hämangiome in Problembereichen zuerst mit dem Betablocker Propranolol behandelt. Diese Behandlungsoption wurde „per Zufall“ in Frankreich bei der Behandlung eines herzkranken Kindes entdeckt. Unter der Therapie mit dem Herzmedikament Propranolol bildete sich das beim Kind vorhandene Hämangiom deutlich zurück. Seit April 2014 ist das Medikament Hemangiol zugelassen zur Behandlung von Hämangiomen. Es findet Anwendung bei der Therapie von großen und schnellwachsenden Blutschwämmchen. Durch Aufklärung und frühzeitige Behandlung werden gute Therapieerfolge bei Hämangiomen und Gefäßmissbildungen erzielt.

Feuermale

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Feuermal

Das Feuermal oder der Naevus flammeus, ist eine gutartige Hautveränderung, die eine dunkelrote bis rötlich violette Farbe annimmt, es beruht auf einer angeborenen Fehlbildung. Die feinen Blutgefäße, die unterhalb der Oberhaut verlaufen, sind vermehrt und erweitert, was durch die Blutfüllung der Gefäße die rötliche Färbung bedingt. In den meisten Fällen entsteht das Feuermal vor oder kurz nach der Geburt und es kommt später nicht mehr zu weiterem Wachstum. Vermutlich durch die verbesserte Durchblutung kommt es oftmals auch zu einer gutartigen Weichteil- und Knochenwucherung, die manchmal sehr ausgeprägt sein kann.