Filler

Filler sind Materialien, die zur Unterspritzung von Falten, zur Wangenauffüllung, Halsstraffung, Lippenformung und Besserung von Augenringen eingesetzt werden. Sie dienen der Straffung der Haut und wirken dem Alterungsprozess entgegen. In unserer Praxis werden überwiegend nicht-permanente Filler auf biologischer Basis eingesetzt. Darunter Hyaluronsäue, Polymilchsäure, Kollagen und Eigenfett. Diese Präparate werden unterschiedlich schnell vom Körper abgebaut, so dass Wiederholte Injektionen notwendig sind.

Hyaluronsäure

In der medizinischen Kosmetik gehört die Anwendung von Hyaluronsäure zu den etablierten Verfahren. Hyaluronsäure-Präparate werden zur Faltenunterspritzung, zum Modellieren der Lippen, zur Hautauffrischung und zum Aufbau von Gesichtskonturen verwendet. Je nach Stabilität der Hyaluronsäure bleibt der Effekt 3 bis 12 Monate erhalten.

Mit Stabilisierter Hyaluronsäuren (NASHA), die speziell für die Behandlung von Körperdeformationen entwickelt wurden, können u. a. die Rundungen des Gesäßes geformt oder den Waden neue Konturen verliehen werden. Unebenheiten in Hautoberflächen oder eingesunkene Narben können ausgeglichen werden. Auch zur Brustvergrößerung ohne Operation kann Hyaluronsäure genutzt werden. Dabei wird das Gel zwischen Brustdrüsen und Brustmuskel gespritzt. Ein solcher Eingriff kann ambulant und unter örtlicher Anästhesie erfolgen.

Polymilchsäure

Sie findet Anwendung als Filler im Kinn, Backen und Halsbereich. Ebenso wird es zu Behandlung von Nasen- und Mundwinkelfalten angewendet. Während die Polymilchsäure in sechs bis acht Wochen abgebaut wird, erfolgt eine natürliche Umstrukturierung des Gewebes, das dann den ehemaligen Gewebedefekt komplett ausfüllt. Polymilchsäureinjektionen sind gut verträglich, sie enthalten weder tierische noch bakteriell gewonnene Substanzen. Mit Hilfe der Polymilchsäure entwickelt das Bindegewebe in der Tiefe der Haut wieder neue Spannkraft. Sie regt die Produktion körpereigener Kollagene an und gibt der Haut jugendlichen Halt zurück. Falten und Konturen werden so nicht nur optisch, sondern durch körpereigene Prozesse nachhaltig korrigiert.

Lipofilling – Eigenfettaufpolsterung

Unter Lipofilling versteht man das Unterspritzen von Falten oder Narben, den Volumenaufbau im Gesicht (Wangen, Falten, Lippen) mit eigenem Körperfett. Die Aufpolsterung mittels Eigenfett hat den Vorzug, dass sie ohne körperfremdes Material auskommt. Allerdings muss das Fett zunächst an anderer Stelle gewonnen werden. Allen biologischen Füllstoffen gemeinsam ist, dass sie über kurz oder lange vom Körper abgebaut werden. Dies hat allerdings den Vorteil, dass diese Präparate keine Langzeitfolgen nach sich ziehen.

Der Arzt entnimmt frische, lebende, körpereigene Fettzellen an Oberschenkeln, Po oder Bauch. Die Entnahme erfolgt in örtlicher Betäubung. Die Fettzellen werden aufbereitet und an der Stelle gespritzt, die zu dünn, eingefallen, deformiert oder faltig ist. Die Faltenunterspritzung mit Eigenfett dauert etwa 1 – 2 Stunden, nach 1 – 3 Tagen ist der Patient wieder gesellschaftsfähig, nach ca. 2 Wochen kann er wieder Sport treiben. Häufig wird die Behandlung nach einigen Wochen wiederholt, um den Auffülleffekt zu verbessern.