Haut im Herbst

Wie können Sie in der Golden Jahreszeit für gesundere Haut sorgen?

Der Herbstspaziergang im Park oder durch goldene Herbstwälder ist nicht nur ein schöner Gedanke, sondern fördert in der Tat die Gesunderhaltung. Weniger Sonnenstunden, sinkende Temperaturen, mehr trockene Heizungsluft, da wirkt der Teint im Herbst schon mal eher fahl und gereizt statt frisch und gesund. Ausgewogene Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr unterstützen Vitalität und Gesundheit ebenso wie körperliche und geistige Fitness, ausreichend Erholungspausen und Entspannung. Die sinkenden Temperauren im Herbst sollten Sie nicht davon abhalten, die frische Luft in der Natur zu genießen, denn Sonnenstunden beugen Müdigkeit vor. Also: Regenjacke, Termokleidung und Mütze an und weiterjoggen oder spazieren!

Hauterneuerungsprozess

schematische Darstellung der Oberhaut

Die Haut besitzt ein Leben lang die Fähigkeit sich zu erneuern. Wunden heilen, Naben bilden sich zurück. Der Hauterneuerungsprozess der oberen Hautschicht dauert etwa 4 Wochen. In der unteren Schicht der Oberhaut werden Basalzellen neugebildet, die darüberliegenden Zellen werden dadurch ständig weiter nach oben geschoben, wo sie langsam austrocknen und zur obersten Hautschicht verhornen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu speichern, ab und der Zellerneuerungsprozess verlangsamt sich.

Im Sommer erhöht sich durch die Sonneneinstrahlung die Melaninproduktion, Bräune entsteht. Je trockener die Haut, desto schneller verläuft der Abstoßungsprozess er oberen Hautschicht. Ausreichend Feuchtigkeit und eine ausgewogene Hautpflege hilft die Bräune zu erhalten.

Unter anderem durch geringere Sonneneinstrahlung und niedrigere Temperaturen verändert sich im Herbst die Talg- und Schweißproduktion der Haut. So können vermehrt sowohl trockene Haut als auch talgige Hautstellen oder Akne auftreten. Die trockene Haut (Xerosis cutis) ist eine der häufigsten Befunde in der dermatologischen und allgemeinmedizinischen Praxis in Deutschland. Akne (acne vulgaris) ist eine Erkrankung der Talgdrüsen. Etwa 80 – 90% der Bevölkerung sind im Laufe ihres Lebens davon betroffen.

Ebenso kann sich das Schwitzverhalten an Körper, Händen und Füßen verändern. Gute Pflege hilft, dies auszugleichen, die Haut zu „entstressen“ und einen gesunden ebenmäßigen Teint zu erzielen.

Talg- und Schweißdrüsen

Talgdrüsen der Haut scheiden fettlösliche Stoffe aus, Schweißdrüsen wasserlösliche.

Die Talgdrüsen, deren Ausgänge sich an den Haarschäften im oberen Teil der Lederhaut befinden, gehören zu den holokrinen Drüsen, diese produzieren Lipide und geben ihre eigenen Verfallsprodukte in Form eines Sekrets als Talg oder Sebum ab. Dieses natürliche Hautfett besteht überwiegend aus Triglyceriden, Wachestern und Fettsäuren und macht die obere Hautschicht wasserabstoßend, geschmeidig und glänzend und schützt die Haut. Die Menge des produzierten Talgs hängt u. a. von der Veranlagung, Hormonen, Geschlecht, Alter, Ernährungszustand und Umwelteinflüssen ab. Täglich bilden sich an der Hautoberfläche 1 – 2 g Talg. Mit steigendem Alter nimmt die Talgproduktion ab. Eine häufig auftretende Störung der Talgproduktion ist die Akne.

Die Haut enthält bis zu drei Millionen Schweißdrüsen. Wie bogenförmig gewundene Bündel reichen die bis zu 3 Mio. Schweißdrüsen, die nach oben geradlinig aufsteigen, bis in die Lederhaut und Unterhaut. Der durch die Poren ausgeschiedene Schweiß dient vor allem der Regulation des Wärmehaushalts, ist aber auch Duftstoff, sorgt für Geschmeidigkeit und durch leichte Säure für den richtigen pH-Wert, er übernimmt Entgiftungsfunktionen und enthält antibakterielle Substanzen. Störungen der Schweißdrüsen sind verminderte oder fehlende Schweißsekretion. Das Gegenteil ist die Hyperhidrose, die übermäßige Schweißproduktion. Die Schweißproduktion erhöht sich bei körperlicher Aktivität oder bei Stress. Störungen können psychosomatisch, hormonell, medikamentös, alters- oder krankheitsbedingt sein.

Tipps für die Hautpflege im Herbst

Gerade im Herbst wirkt reichhaltige, lipid- und fetthaltig Pflege trockener Haut entgegen und versorgt sie ausreichend mit Nährstoffen. Cremes und Pflegelotionen mit jetzt etwas niedrigerem LSF sorgen für UV-Schutz und beugen Hautalterung und Faltenbildung vor. Rückfettende Inhaltsstoffe wie Urea, Glyzerin und Wachs verhindern das Austrocknen der Haut. Auch ein pflegendes Ölbad oder die nicht zu heiße Dusche mit hautfreundlichem Dusch-Öl regeneriert und entspannt die Haut. Regelmäßig angewendete Feuchtigkeitsmasken und Peelings entfernen Hautschüppchen. Der Teint erscheint so ebenmäßig und frisch. Feuchtigkeitsspendende Bodylotion, mild und rückfettend, oder Körperöle, je nach Hauttyp, ergänzen die gehaltvolle Pflege.

professionelle medizinische Kosmetik beim Hautarzt

Professionelle medizinisch kosmetische Anwendungen beim Hautarzt erleichtern die Zellerneuerung, sorgen für einen ausgeglichen Feuchtigkeitsgehalt, reduzieren Falten und beugen der Neubildung von Falten vor. Die Haut wird aktiv geschützt und fühlt sich seidig und weich an. Hydra Facial beispielsweise ist ein 4-in-1-System, das Methoden zur Reinigung der Haut, Entfernung abgestorbener Hautschuppen, ein schonendes Fruchtsäurepeeling, eine vakuum-basierte Tiefenausreinigung sowie das Einbringen von Antioxidantien und anderer Wirkstoffe in die Haut in einem ermöglicht. Wir sprechen von einem „Fresh-up“ der Haut mit der Besonderheit, dass diverse Therapieschritte, die sonst Einzelbehandlungen erfordern, in einem Rund-um-Konzept in einer Sitzung nacheinander durchgeführt werden. Zur Behandlung kleiner Fältchen und Pigmentveränderungen haben wir damit ein dermatologisches Behandlungskonzept, das nicht invasiv optimale Ergebnisse liefert. Die Haut- und Laserklinik Dr. Kautz bietet weitere hochwertige Anti-Aging Anwendung, von der Fruchtsäurebehandlung über die photodynamische Therapie (PDT) bis zur Lasertherapie, die das Hautbild sichtbar und spürbar positiv regulieren. Bei Interesse vereinbaren Sie einen Beratungstermin.

Wichtig gerade im Herbst und Winter, da häufig geschlossene, feste Schuhe getragen werden, ist die Fußpflege. Fußbad, Bimsstein oder Hobel und beispielsweise eine Fußcreme mit Urea sorgen für ein frisches, gesundes Fußklima. Regelmäßige Handpflege schützt und pflegt die Hände. Verwenden Sie tagsüber eine weniger fetthaltige, schnell einziehende und nachts eine reichhaltigere Handcreme. Bei trockenem Haar helfen Kopfhautmassagen, regenerierende Shampoos und Pflegespülungen wieder Glanz und Frische zu erhalten, auch ein Friseurbesuch wirkt wohltuend.

Bei länger anhaltenden krankhaften Veränderungen der Haut oder der Haare sollten Sie einen Haus- oder Hautarzt zu Rate ziehen. Gesundheitsexperten warnen vor Selbstdiagnosen per Internet. Die Selbstdiagnose verhindert oder verzögert ggf. die gezielte ärztliche Behandlung. Die Suche nach Krankheiten im Web kann zu Verunsicherung und Fehldiagnosen führen.